Pensionssparen für Selbstständige

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Kurz gefasst

Selbstständige erhalten in Belgien eine deutlich niedrigere gesetzliche Pension als Arbeitnehmer und haben Zugang zu Regelungen, die Arbeitnehmern verschlossen sind: einer eigenen Zusatzpensionsregelung und, für Geschäftsführer, einer von der Gesellschaft finanzierten Pensionszusage.

Belgische Anbieter von Vorsorgeprodukten für Selbstständige.
AnbieterAngebotPreisKernpunkteAngebot ansehen
CBC BanquePartner
KBC
Epargne pension Auf Anfrage
  • Niedrige jährliche Mindestprämie (120 €)
  • Hohe Eintritts- (5%) und Verwaltungsgebühren (2%)
  • Bis 65 Jahre zugänglich zur Steueroptimierung
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BNP Paribas Fortis
Pension Invest Plan Auf Anfrage
  • Hohe Durchschnittsrendite über 5 Jahre (1,90%/Jahr)
  • Keine Verwaltungsgebühren
  • Premium-Service
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P&V
Épargne Pension Auf Anfrage
  • Zweig 21 & 23 kombiniert
  • Persönlicher Beistand
  • Zusätzliche Garantien
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Baloise
Save Plan Auf Anfrage
  • Hohe Rendite
  • Niedrige Eintrittsgebühren (4%/Jahr)
  • Garantiertes Kapital
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Argenta
Flexx Auf Anfrage
  • ESG-Ausrichtung
  • Flexible Verwaltungsgebühren
  • Stabile Rendite (1,55%/Jahr)
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Belfius
Life Plan Auf Anfrage
  • Niedrigste Mindestprämie (100 €)
  • Übliche Eintrittsgebühren (3%/Jahr)
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AG
Top Rendement Auf Anfrage
  • Finanzielle Solidität
  • Regelmäßige Rendite
  • Anerkannte Expertise
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Fédérale Assurance
Vita Pension Auf Anfrage
  • Nettorendite unter den höchsten am Markt
  • Zinssatz von 2,00% über die gesamte Laufzeit garantiert
  • Moderate Eintrittsgebühren (4%)
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AXA
Pension Plan Fisc Secure Auf Anfrage
  • Garantierter Zinssatz von 2,00%
  • Geringe jährliche Mindestprämie (100 €)
  • Moderate Eintrittsgebühren (3%)
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Preise und Merkmale erhoben am 31. Juli 2026. Sie können sich seitdem geändert haben. Prüfen Sie das Angebot stets auf der Website des Anbieters, bevor Sie abschließen.

Warum die Lücke besteht

Die gesetzliche Pension eines Selbstständigen wird in Belgien auf einer Berufseinkommensgrundlage berechnet, die historisch ein niedrigeres Ergebnis liefert als bei Arbeitnehmern, auch nachdem Reformen die Lücke verkleinert haben.

Damit ist der zusätzliche Aufbau weniger optional als bei Arbeitnehmern. Für viele Selbstständige hält die gesetzliche Pension allein nichts, was ihrem Erwerbseinkommen nahekommt.

Der Ausgleich besteht darin, dass die Selbstständigen offenstehenden Regelungen großzügiger sind und sich stapeln lassen: sie treten nicht an die Stelle des gewöhnlichen Pensionssparens, sondern kommen darüber.

Die eigene Zusatzpensionsregelung

Die belgische Zusatzpension für Selbstständige — auf Niederländisch VAPZ, auf Französisch PLCI — erlaubt Beiträge innerhalb einer als Anteil des Berufseinkommens ausgedrückten Obergrenze.

Ihr Vorteil ist doppelt: die Beiträge sind als Betriebsausgabe abzugsfähig, was die Einkommensteuer senkt, und sie verringern die Bemessungsgrundlage der Sozialbeiträge. Kein anderes Vorsorgeprodukt leistet beides.

Dieser doppelte Effekt ist der Grund für die Reihenfolge. Erst wenn diese Obergrenze ausgeschöpft ist, wird das gewöhnliche Pensionssparen zum nächstbesten Euro.

Geschäftsführer und der Weg über die Gesellschaft

Ein Geschäftsführer einer belgischen Gesellschaft kann eine Pension auch über eine von der Gesellschaft statt persönlich finanzierte individuelle Pensionszusage aufbauen, innerhalb der Grenzen der sogenannten 80-Prozent-Regel.

Die Beträge übersteigen die persönlichen Regelungen bei Weitem, weshalb dies für viele Geschäftsführer das wichtigste Vorsorgeinstrument ist. Es ist zugleich deutlich technischer und hängt an Ihrer Vergütungshistorie.

Hier verdient ein Buchhalter sein Honorar. Die Berechnung der Obergrenze, der Finanzierungsplan und das Zusammenspiel mit bestehenden Verträgen sind aktenspezifisch und teuer, wenn man sie falsch macht.

Unser Fazit

Die Reihenfolge zählt hier mehr als die Produktwahl. Zuerst die Regelung für Selbstständige, danach das gewöhnliche Pensionssparen — denn die erste senkt sowohl Ihre Einkommensteuer als auch Ihre Sozialbeiträge, die zweite nur die Steuer. Die falsche Reihenfolge kostet Sie jedes Jahr Geld.

Häufige Fragen

Warum brauchen Selbstständige mehr Vorsorge?

Weil die gesetzliche Pension für Selbstständige in Belgien auf einer Grundlage berechnet wird, die historisch ein niedrigeres Ergebnis liefert als bei Arbeitnehmern. Der zusätzliche Aufbau ist deshalb weniger optional, und die offenstehenden Regelungen sind entsprechend großzügiger.

Welche Regelung bediene ich zuerst?

Die eigene Zusatzpensionsregelung für Selbstständige, weil ihre Beiträge sowohl die Einkommensteuer als auch die Bemessungsgrundlage der Sozialbeiträge senken. Das gewöhnliche Pensionssparen, das nur die Steuer senkt, folgt danach.

Kann ich beide Regelungen kombinieren?

Ja. Sie sind Schichten, keine Alternativen: die Selbstständigenregelung und das gewöhnliche Pensionssparen haben je eigene Obergrenzen und eigene steuerliche Behandlung. Beide zu nutzen ist der Standardweg für jeden, der die Mittel dazu hat.

Was ist die individuelle Pensionszusage für Geschäftsführer?

Eine über die Gesellschaft statt persönlich aufgebaute Pension, begrenzt durch die 80-Prozent-Regel, die die Gesamtpension zur Vergütung ins Verhältnis setzt. Die Beträge übersteigen persönliche Regelungen deutlich, die Berechnung rechtfertigt jedoch einen Buchhalter.

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